Nimm deine Zukunft selbst in die Hand: Warum ich meine nicht an den Staat auslagere
Hayek, Staatshaushalte von Berlin bis Rom und warum ich mein Geld so plane, als käme vom Staat nichts. Sicherheitsnetz ja, Finanzplaner nein.

Verantwortung ist die gute Nachricht#
Ein Staat, der keinen Zug pünktlich ans Ziel bringt, verspricht dir eine Rente in ein paar Jahrzehnten. Ich passe.
Um Flucht vor der Arbeit geht es auf dieser Seite übrigens nicht. Ich arbeite gern, und ich lasse mich gern dafür bezahlen. Es geht darum, dass Arbeit eine Entscheidung wird. Und dass du dafür weder eine Erlaubnis brauchst noch die Rente von irgendwem.
Das beginnt mit einem Entschluss: Meine Zukunft ist mein Job. Nicht der meines Arbeitgebers, nicht der eines Ministeriums. Die meisten hören darin eine Last. Ich höre eine gute Nachricht, denn wer verantwortlich ist, darf auch entscheiden.
Hayek in zwei Absätzen. Na gut, fünf.#
Ich bin Fan von Friedrich Hayek. 1945 veröffentlichte er „The Use of Knowledge in Society“ in der American Economic Review. Sein Argument: Die Fakten, die ein Planer bräuchte, liegen nie an einem Ort vor. Sie sind über Millionen Menschen verstreut, und jeder kennt seine eigenen Umstände am besten. Hayek nannte das ein Problem der Nutzung von „knowledge which is not given to anyone in its totality“, also von Wissen, das niemandem in seiner Gesamtheit gegeben ist.
1974 machte er daraus seine Nobelpreisrede, „The Pretence of Knowledge“, die Anmaßung von Wissen. Allein für den Titel hätte er den Preis verdient. Planer, die so tun, als hätten sie dieses Wissen, richten Schaden an. Gute Politik verglich er mit der Arbeit eines Gärtners: Eine Pflanze kann man nicht bauen, man kann nur die Bedingungen schaffen, unter denen sie wächst.
Das Gegenmodell läuft seit gut hundert Jahren im Feldversuch: Planer mit aller Macht und ohne das Wissen. Heraus kam jedes Mal eine Warteschlange, im schlimmsten Fall eine Mauer, damit die Kundschaft nicht wegläuft. Verkauft wird die Idee immer noch. Belege stören da nur.
Jetzt übertrag das auf die Altersvorsorge. Nehmen wir die deutsche Umlagerente, weil ich sie am besten kenne. Sie stammt aus der Rentenreform von 1957. Gebaut wurde sie für ein Standardleben: ein Arbeitgeber, ein Land, 45 Beitragsjahre. 1962 zahlten sechs Beitragszahler für einen Rentner. Das System hat keine Ahnung, ob du freiberuflich arbeitest, ins Ausland ziehst, eine Firma gründest oder bis 75 arbeiten willst, weil es dir Spaß macht. Du weißt das. Sonst keiner.
Und bevor jemand Hayek zum Schutzheiligen der Abrissbirne erklärt: Er war kein Feind des Sicherheitsnetzes. In The Road to Serfdom (1944, deutsch „Der Weg zur Knechtschaft“) schrieb er, dass eine wohlhabende Gesellschaft allen ein Minimum an Nahrung, Obdach und Kleidung garantieren kann und dass der Staat beim Aufbau einer Sozialversicherung helfen darf. In The Constitution of Liberty (1960, deutsch „Die Verfassung der Freiheit“) akzeptierte er ein garantiertes Minimum und sogar eine Versicherungspflicht, kritisierte aber Systeme, die als staatliches Monopol geführt werden. Meine Kurzfassung: Sicherheitsnetz ja, Finanzplaner nein.
Die Rechnung, die mich skeptisch macht#
Philosophie ist schön. Rechnen ist besser. Als Beispiel nehme ich Deutschland, weil ich es am besten kenne und die Haushaltspapiere öffentlich sind. Dein Land kommt direkt danach.
| Kennzahl | Wert | Jahr |
|---|---|---|
| Einnahmen der Rentenversicherung aus Bundeszuschüssen | 97,84 Mrd. € von 422,59 Mrd. €, rund 23 % | 2025 |
| Zahlungen des Bundes an die Rentenversicherung | 127,8 Mrd. € von 524,5 Mrd. € Ausgaben, rund 24 % | 2026, Haushalt |
| Zinsausgaben des Bundes | 30,2 Mrd. € | 2026, Haushalt |
| Zinsausgaben des Bundes | 68,1 Mrd. € | 2029, Finanzplan |
| Zinsausgaben des Bundes | 80,7 Mrd. € | 2030, Finanzplan |
Die Zinsen fressen 2026 rund 8 % der geplanten Steuereinnahmen des Bundes und 2029 rund 16 %. Das habe ich aus dem Finanzplan der Bundesregierung vom August 2026 gerechnet, also aus ihren eigenen Zahlen.
Wer deutsche Nachrichten liest, hat vielleicht gehört, dass 2029 alle deutschen Steuereinnahmen für Soziales, Verteidigung und Zinsen draufgehen. Schöne Schlagzeile. Die genaue Version ist enger. Veronika Grimm, Mitglied des deutschen Sachverständigenrats Wirtschaft, schrieb in einem Minderheitsvotum im Jahresgutachten 2025/26, dass die Ausgaben des Bundes für diese drei Blöcke schon 2029 etwa den Umfang der gesamten Einnahmen des Bundes ohne neue Schulden erreichen dürften. Das ist die Projektion eines Mitglieds für den Bundeshaushalt, keine Feststellung des ganzen Rats, und sie zählt Verteidigungsausgaben mit, die über Schulden finanziert werden.
Mir reicht die Richtung. Wenn sich die Zinsen verdoppeln, muss etwas anderes weichen, und die Rentenversicherung bekommt rund ein Viertel aller Bundesausgaben. Rate mal, wo gekürzt wird. Ich rechne damit, dass Rentenversprechen kassiert werden. Wann? Keine Ahnung. Termine nenne ich nicht.
Dieselbe Rechnung, andere Hauptstadt#
Nicht in Deutschland? Dein Finanzminister hat dieselbe Tabelle, nur mit anderen Zahlen drin.
| Land | Staatliche Renten, % des BIP, 2022 | Vorausberechnung für 2045 | Staatsschulden, % des BIP, 2025 | Zinsen, % des BIP, 2025 | Menschen ab 65 je 100 zwischen 20 und 64, 2024 und 2054 |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 10,2 | 11,0 | 63,5 | 1,1 | 39,8 und 59,7 |
| Frankreich | 14,4 | 13,9 | 115,6 | 2,2 | 40,2 und 53,4 |
| Italien | 15,6 | 16,5 | 137,1 | 3,9 | 42,0 und 76,6 |
| Spanien | 13,1 | 16,9 | 100,7 | 2,4 | 34,9 und 76,2 |
| Österreich | 13,7 | 14,2 | 81,5 | 1,6 | 34,1 und 61,1 |
| Polen | 10,2 | 10,6 | 59,7 | 2,5 | 33,7 und 67,8 |
| Niederlande | 6,5 | 7,9 | 44,4 | 0,7 | 34,8 und 48,9 |
| EU27 | 11,4 | 12,1 | 81,7 | 1,9 | 36,0 und 59,6 |
Die Rentenspalten stammen aus dem Ageing Report 2024 der EU, Schulden und Zinsen von Eurostat, der Altenquotient von der OECD. Schulden und Zinsen zählen alle staatlichen Ebenen und die Sozialversicherungen zusammen. Vergleich sie also nicht mit den Zahlen des deutschen Bundes weiter oben.
Jetzt schau dir Deutschland in dieser Tabelle an. Niedrigste Schulden und niedrigste Zinslast der vier großen Volkswirtschaften. Das ist der gesunde Patient, und ich habe gerade einen ganzen Abschnitt lang erklärt, warum ich seinem Haushalt nicht traue. Italien zahlt 3,9 % der Wirtschaftsleistung an Zinsen. Das sind 8 % von allem, was der italienische Staat einnimmt, gerechnet aus den Zahlen von Eurostat.
Und die Vorausberechnungen für die Renten sind die freundliche Version. Jede Regierung hat sie mit ihrem eigenen Modell gerechnet. Das Basisszenario unterstellt „no policy change“: Jede Reform, die heute im Gesetz steht, bleibt dort jahrzehntelang stehen, egal wer zwischendurch die Wahlen gewinnt. Dazu soll die Produktivität in der EU um 1,4 % im Jahr wachsen und die Beschäftigungsquote von rund 75 % auf rund 79 % klettern. So kommt Frankreich zu einer fallenden Linie.
Ich glaube der letzten Spalte. Wer 2054 65 ist, ist schon geboren.
Du willst dein Land neben dem Rest Europas sehen? Such es dir raus.
Dein Land, deine Zahlen
Durchschnittsverdiener, volles Berufsleben, nur staatliche Rente. Quelle: OECD Pensions at a Glance 2025. Deine Auswahl bleibt in deinem Browser.
Wachstum regelt das. Klar doch.#
So lautet die Standardantwort in jeder Hauptstadt: Wachstum regelt das. Glaube ich nicht. Mein Beispiel ist wieder Deutschland, und es fängt mit der Branche an, für die das Land berühmt ist.
Autos#
Gemessen an allen Jobs wirkt die Autoindustrie klein. Gemessen an den Industriearbeitsplätzen nicht.
| Was gezählt wird | Arbeitsplätze | Anteil |
|---|---|---|
| Automobilindustrie selbst, Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten, Ende Juni 2026 (Destatis) | 691.500 | 13,1 % der 5,29 Millionen Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe in solchen Betrieben |
| Hersteller plus Teilezulieferer aus anderen Branchen wie Metall, Maschinenbau und Elektrotechnik, 2024 (IW Consult) | 1,18 Millionen | rund 16 % der 7,4 Millionen Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe |
| Das alles plus weitere Vorleister, überwiegend Dienstleister, plus Autohandel, Werkstätten und Tankstellen, 2024 (IW Consult) | 3,2 Millionen | 7,0 % aller Erwerbstätigen |
Die ersten beiden Anteile habe ich selbst gerechnet. Der dritte stammt aus der Studie von IW Consult für das Bundeswirtschaftsministerium.
Jeder achte Industriearbeitsplatz liegt also in der Autoindustrie selbst, und etwa jeder sechste, wenn man die Zulieferer mitzählt, die ihre Teile bauen. Nach dem Maschinenbau ist sie die zweitgrößte Industriebranche Deutschlands.
Und sie schrumpft. 42.300 der 691.500 Arbeitsplätze sind innerhalb von zwölf Monaten verschwunden, ein Minus von 5,8 %, und seit 2005 hat Destatis keinen niedrigeren Stand gezählt. Die Industriebetriebe dieser Größe haben insgesamt 144.100 Stellen verloren. IW Consult kommt aus den Ankündigungen von Herstellern und Zulieferern auf netto rund 90.000 weitere Arbeitsplätze in der Produktion, die bis 2030 wegfallen.
Der Anteil an allen Jobs ist die Zahl für die Pressekonferenz. Der Anteil an den Industriearbeitsplätzen ist die Zahl für die Städte, die davon leben.
KI#
Der IWF schätzte im Januar 2024, dass rund 60 % der Jobs in den Industrieländern von KI betroffen sind. Etwa der Hälfte davon könnte sie schaden, die andere Hälfte könnte produktiver werden.
Ich rechne damit, dass KI viele Arbeitsplätze kostet. Das sehen nicht alle so, und sie haben Zahlen mitgebracht. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat im November 2025 berechnet, dass innerhalb von 15 Jahren rund 1,6 Millionen Stellen wegfallen oder neu entstehen könnten, bei insgesamt etwa stabiler Beschäftigung. Es sieht sogar 0,8 Prozentpunkte mehr Wachstum pro Jahr durch KI. Hat das IAB recht, bin ich hier zu pessimistisch. Die Wette würde ich gern verlieren.
Wachstum#
| Prognose | 2026 | 2027 |
|---|---|---|
| Deutschland, BIP (Sachverständigenrat, Mai 2026) | 0,5 % | 0,8 % |
| EU, BIP (Europäische Kommission, Mai 2026) | 1,1 % | 1,4 % |
| Deutschland, Potenzialwachstum (Bundesbank, Juni 2026) | 0,4 % | 0,3 % |
Erst schätzen
Fast die Hälfte vom Brutto, und die Einkommensteuer steckt da noch gar nicht drin. Ein neues Gesetz braucht es dafür nicht.
Das Potenzialwachstum ist das Tempo, das die Wirtschaft auf Dauer durchhält. Bei 0,3 % im Jahr braucht eine Volkswirtschaft mehr als 200 Jahre, um sich zu verdoppeln. Nimm dir was zu lesen mit. Und der Sachverständigenrat erwartet, dass die Sozialbeiträge nach geltendem Recht von zusammen 42,3 % des Bruttolohns im Jahr 2026 auf 49,7 % im Jahr 2040 steigen.
Haushalte, die nur mit kräftigem Wachstum aufgehen, sind eine Wette. Ich wäre ungern der Einsatz.
Mehrere Dinge gleichzeitig#
Ich glaube nicht, dass es die eine Sache wird. Teure Märkte, eine Industrie, die abwandert, Schulden und Zinsen, eine alternde Bevölkerung und KI kommen im selben Jahrzehnt an. Der Teil mit den Märkten steht in die Alles-Blase.
Ärger in der Fabrik bleibt nicht in der Fabrik. Teilezulieferer, Maschinenbauer, die Dienstleister rund ums Werk und die Steuereinnahmen der Stadt hängen an denselben Aufträgen. In den 36 Regionen, die IW Consult als besonders betroffen einstuft, hängen 14,2 % aller Arbeitsplätze am Auto, doppelt so viele wie im Bundesschnitt.
Kommt es so? Das behaupte ich nicht. Ich halte es nur für wahrscheinlicher, als dass die Politik tut, was nötig wäre, um das Ruder herumzureißen. Das Nötige zu tun kostet Politiker den Job. Nichts zu tun kostet nur dich.
Warum es niemand rechtzeitig repariert#
Erst schätzen
Die ab 60 kamen auf 42,6 %, mehr als dreimal so viele. Die unter 30 sind die, die am längsten zahlen werden.
Erst die Zahlen. Sie stammen von der deutschen Bundestagswahl am 23. Februar 2025, und wohin die Wählerschaft in deinem Land unterwegs ist, zeigen die Altenquotienten in der Tabelle weiter oben:
- 42,6 % der Wahlberechtigten waren 60 oder älter, 2017 waren es noch 36,3 %. Die Gruppe zwischen 30 und 59 kam auf 44,4 %. Bleiben 13,0 % für alle unter 30.
- Die Wahlbeteiligung lag bei 82,5 %. Am höchsten war sie zwischen 50 und 69 mit 85,5 %, am niedrigsten zwischen 21 und 24 mit 78,3 %.
- Die Bundeswahlleiterin hält in ihrer eigenen Pressemitteilung fest, dass der Einfluss der Generation 60plus auf das Wahlergebnis weiter gewachsen ist.
Jetzt der nerdige Rahmen. James M. Buchanan erhielt 1986 den Wirtschaftsnobelpreis für die Public-Choice-Theorie. 1979 hielt er in Wien einen Vortrag mit dem Titel „Politics without Romance“, Politik ohne Romantik. Die Idee des Fachs: Politiker und Wähler so analysieren wie alle anderen auch, als Menschen, die auf Anreize reagieren. Nicht als selbstlose Hüter des Gemeinwohls.
Übertrag das auf Renten und Subventionen. Wer sie kürzt, verliert die nächste Wahl, und im Parlament können alle rechnen. Die nötige Reform beendet Karrieren. Also wird sie verschoben, bis der Haushalt entscheidet und nicht mehr die Politik.
Die Wähler unter 30, die am längsten zahlen werden, stellen 13 % der Wahlberechtigten. Die ab 60 stellen 42,6 %. Für die Prognose der Rentenpolitik braucht man keinen Nobelpreis.
Warte also nicht auf die Prognose. Rechne deine eigene Lücke aus.
Wenn der Kuchen schrumpft#
Wieder erst die Zahlen, und zwar als das, was sie sind: Haushaltsposten.
- Das deutsche Sozialbudget lag 2025 bei 1.431,0 Mrd. €. Das sind 32 % der Wirtschaftsleistung, nach den vorläufigen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums.
- Im deutschen Bundeshaushalt 2026 stehen 28,05 Mrd. € für das Bürgergeld, das seit Juli 2026 Grundsicherungsgeld heißt, plus 13 Mrd. € für den Anteil des Bundes an den Kosten für Unterkunft und Heizung.
- Im Mai 2026 hatten 5,21 Millionen Menschen Anspruch auf diese Leistung. 2,38 Millionen von ihnen, rund 46 %, hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Zahl der Leistungsberechtigten ohne deutsche Staatsangehörigkeit ist innerhalb eines Jahres um 7,0 % gesunken.
Der Staat hat kein eigenes Geld. Jeden Euro, den er verteilt, hat er vorher jemandem abgenommen, abzüglich Bearbeitungsgebühr. Solidarität ist also leicht, solange der Kuchen wächst. Ernst wird es, wenn er schrumpft. Dann verteidigt jeder sein Stück: Rentner ihre Rente, Beschäftigte ihr Netto, Leistungsbezieher ihre Leistungen. Die Zuwanderung in die Sozialsysteme wird Teil dieses Streits sein, ob es einem gefällt oder nicht.
Ich rechne mit Verteilungskämpfen, und ich rechne damit, dass der Ton deutlich rauer wird. Wer das System heute verteidigt, ändert seine Meinung schnell, wenn die eigene Rente gekürzt wird. Die Geschichte zeigt, wie schnell politische Überzeugungen kippen, wenn sich die Umstände ändern.
Sozialer Frieden ist kein Naturgesetz. Bisher war er ein Haushaltsposten.
Wie dieser Streit ausgeht, davon möchte ich nicht abhängen. Lieber habe ich mein eigenes Geld.
Was daraus folgt: dein eigener Plan#
Jetzt kommt der fröhliche Teil. Keine der Zahlen oben entscheidet, wie du leben wirst. Deine Sparquote, dein Einkommen und dein Depot tun das, und alle drei steuerst du selbst.
- Bau eigenes Vermögen auf, breit und günstig. Ein weltweiter Fonds, niedrige Kosten, ein Dauerauftrag. Langweilig funktioniert. Das Setup steht in Investieren in Europa.
- Nicht nur zu Hause. Dein Job, deine Rentenansprüche und wahrscheinlich deine Wohnung hängen schon an einem Land. Dein Depot muss das nicht, und es muss auch nicht an der EU-Grenze aufhören.
- Bau Einkommen auf, das du selbst steuerst. Eine Gehaltserhöhung, ein Nebengeschäft, eine Firma. Fang bei Build an.
- Rechne mit einem Crash und plane dafür. Ich halte die Märkte für teuer, siehe die Alles-Blase. Das ist ein Grund für einen Plan, nicht fürs Abwarten.
- Behandle die gesetzliche Rente als Bonus. Schau bei deiner Rente nach, was versprochen ist, und mach dann den Stresstest im Rentenlücken-Check.
Dann such die Zahl, die dich finanziell frei macht. Historische Renditen sind kein Versprechen, also spiel mit den Annahmen.
Wohin mein eigenes Geld geht#
Und wenn ich falschliege?#
Dann wächst Europa, die Haushalte halten, und jeder Staat hält jedes Versprechen. Und du hast am Ende eine volle Rente und ein Depot. Furchtbar.
Mit diesem Problem kannst du leben. Der andere Fehler, sich auf das Versprechen zu verlassen und falschzuliegen, lässt sich mit 67 nicht mehr reparieren.
Nein, ein Pessimist bin ich deshalb nicht. Die Aussichten für Staatshaushalte sind düster. Die Aussichten für Menschen mit Plan sind gut.
Dieser Artikel ist Bildung, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Er enthält meine Meinung und eine Offenlegung, keine Produkttipps.
Quellen#
- F. A. Hayek: The Use of Knowledge in Society, American Economic Review 35 (4), September 1945, pages 519–530 – Volltext bei Econlib, Quelle des Zitats
- F. A. Hayek: The Pretence of Knowledge, prize lecture, 11 December 1974
- F. A. Hayek: The Road to Serfdom, 1944, Kapitel 9 „Security and Freedom“; The Constitution of Liberty, 1960, Kapitel 19 „Social Security“
- Deutsche Rentenversicherung: Die Rentenreform von 1957
- Demografieportal / BiB: Beitragszahler je Altersrentner – 6,05 Beitragszahler je Rentner im Jahr 1962
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenversicherung in Zahlen 2026 – Einnahmen und Bundeszuschüsse 2025
- European Commission and Economic Policy Committee: 2024 Ageing Report, Institutional Paper 279, April 2024 – staatliche Rentenausgaben brutto, Basisszenario, Tabelle I.1.6; Annahmen in der Zusammenfassung
- Eurostat: Government deficit and debt (gov_10dd_edpt1), Daten für 2025 – Bruttoschuldenstand des Gesamtstaats in Prozent der Wirtschaftsleistung
- Eurostat: Government revenue, expenditure and main aggregates (gov_10a_main), Daten für 2025 – Zinsausgaben und Gesamteinnahmen, abgerufen am 29. September 2026; die Werte für die Niederlande sind vorläufig
- OECD: Pensions at a Glance 2025, Table 6.2 – Altenquotient 2024 und 2054
- Bundesfinanzministerium: Bundeshaushalt 2026
- Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2026 bis 2030, Bundestag Drucksache 21/7301, 14. August 2026 – Zinsausgaben und Steuereinnahmen
- Sachverständigenrat Wirtschaft: Jahresgutachten 2025/26, Kapitel 2, Minderheitsvotum von Veronika Grimm, Ziffer 152
- Sachverständigenrat Wirtschaft: Frühjahrsgutachten 2026, Kurzfassung, 27. Mai 2026 – BIP-Prognose, Sozialversicherungsbeiträge
- Destatis: Stellenabbau in der Automobilindustrie, Pressemitteilung vom 14. August 2026
- Destatis: Erwerbstätige und Arbeitnehmer nach Wirtschaftsbereichen, Stand 18. August 2026 – 7,415 Millionen Erwerbstätige im Verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2024
- IW Consult: Wirtschaftliche Bedeutung regionaler Automobilnetzwerke in Deutschland, Update 2025, September 2025 – Tabellen 4-1 bis 4-4, Abbildung 4-2, Executive Summary
- IMF: Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work, Staff Discussion Note 2024/001, January 2024
- IAB: Künstliche Intelligenz könnte das BIP-Wachstum um jährlich 0,8 Prozentpunkte erhöhen, 19. November 2025
- European Commission: Spring 2026 Economic Forecast, 21 May 2026
- Deutsche Bundesbank: Deutschland-Prognose, Monatsbericht Juni 2026
- Altria: Altria Increases Quarterly Dividend to $1.11 Per Share, 27 August 2026
- Altria Group: Form 10-K for 2025, SEC EDGAR – Geschäftsbeschreibung, Zigarettenabsatz
- Die Bundeswahlleiterin: Bundestagswahl 2025, Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik, Pressemitteilung Nr. 30/25 vom 23. Juni 2025 – Altersstruktur der Wahlberechtigten, Wahlbeteiligung nach Alter
- James M. Buchanan: Politics without Romance: A Sketch of Positive Public Choice Theory and Its Normative Implications, Antrittsvorlesung am Institut für Höhere Studien, Wien, IHS-Journal 3, 1979, Seiten B1–B11
- Nobel Prize: James M. Buchanan Jr., Sveriges Riksbank Prize in Economic Sciences 1986
- BMAS: Sozialbudget 2025 – Sozialleistungen und Sozialleistungsquote, vorläufig
- Deutscher Bundestag: Arbeits- und Sozialetat macht mehr als ein Drittel des gesamten Haushalts aus, 28. November 2025 – Bürgergeld und Kosten der Unterkunft im Bundeshaushalt 2026
- IAB: Zuwanderungsmonitor August 2026 – Leistungsberechtigte nach dem SGB II im Mai 2026, auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Wissen, keine Beratung. Ich kenne deine Situation nicht, und vergangene Renditen versprechen gar nichts. Prüf meine Zahlen, dann entscheide selbst. Du bist erwachsen.